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3. Was sind die Ursachen der AML und welche Personen erkranken? Ursache der AML ist die die bösartige Veränderung einer unreifen myeloischen Zelle. Durch Veränderungen des Erbmaterials (Gene) beginnt die Zelle sich unkontrolliert zu teilen und zu vermehren. Außerdem wird ihre Ausreifung zum funktionstüchtigen Leukozyten unterbrochen (Differenzierungsblock). Eine Anhäufung der bösartigen, unreifen Zellen (Leukämiezellen oder Blasten) im Knochenmark führt 1.zur Verdrängung der normalen Blutbildung und 2.zur Ausschwemmung der Leukämiezellen ins Blut. Leukämiezellen finden sich somit vor allem im Knochenmark und im Blut, können aber auch andere Organe befallen. Die zugrundeliegende Genveränderung ist nicht erblich, sondern tritt im Laufe des Lebens auf. Unklar ist, wie es dazu kommt und warum der Körper die bösartige Zelle nicht erkennt und beseitigt. In sehr seltenen Fällen entsteht eine AML nach Kontakt mit chemischen Substanzen wie Benzolen, Pestiziden und industriellen Lösungsmitteln. Hohe Dosen Radioaktivität und einige Medikamente, die zur Behandlung von Krebs eingesetzt werden, können in seltenen Fällen ein Leukämie auslösen - auch Jahre, nachdem Patienten ihnen ausgesetzt waren. Patienten mit verschiedenen Blutkrankheiten (z.B. myelodysplastisches Syndrom, myeloproliferative Erkrankungen) oder genetischen Erkrankungen (Down Syndrom) haben ein erhöhtes Risiko an AML zu erkranken. Die AML ist - ebenso wie andere Krebsformen - nicht ansteckend und kann nicht auf andere Menschen übertragen werden. Die AML kann alle Altersgruppen betreffen. Bei Erwachsenen tritt sie im Mittel im Alter von 62 - 64 Jahren auf, wobei Männer etwas häufiger erkranken als Frauen.
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