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Wie läuft eine Chemotherapie ab? Üblicherweise werden die Chemotherapeutika über eine Infusion durch die Vene oder als Spritze verabreicht, einige Medikamente stehen allerdings auch in Tablettenform zur Verfügung. Zentrale Venenzugänge Um die Zytostatika leichter verabreichen zu können und immer neue Blutgefäßpunktionen zu vermeiden, besteht die Möglichkeit, einen dünnen Schlauch in eine Vene unter dem Schlüsselbein einzupflanzen (Hickman-Katheter). Eintrittsstelle in die Vene und Austrittsstelle aus der Haut sind dabei weitmöglichst voneinander entfernt, um das Infektionsrisiko zu senken. Dieser Katheter wird in örtlicher oder kurzer Allgemeinnarkose eingesetzt. Der Katheter muss täglich sorgfältig gepflegt werden. Über ihn können Medikamente gegeben, Blut entnommen und - wenn nötig - auch eine künstliche Ernährung verabreicht werden. Die Chemotherapie wird in mehreren Zyklen durchgeführt. Länge und Anzahl der Zyklen sind unterschiedlich und hängen davon ab, nach welchem Therapieprotokoll die Chemotherapie durchgeführt wird. Induktionstherapie Der ersten beiden Zyklen werden als Induktionstherapie bezeichnet. Die Induktionstherapie ist eine intensive Therapiephase, in der es darum geht, die lebensbedrohliche Erkrankung unter Kontrolle zu bringen; sie wird meist im Krankenhaus durchgeführt. Durch die Induktionstherapie soll die Zahl der Leukämiezellen so stark wie möglich vermindert werden, um eine Erholung der normalen Blutbildung zu ermöglichen und befallene Organe von Leukämiezellen zu befreien.Am Ende der Induktionstherapie und auch bei Zwischenuntersuchungen wird das Ergebnis beurteilt. Dazu werden Knochenmarkpunktionen und andere Kontrolluntersuchungen durchgeführt. Ziel ist es, eine komplette Remission zu erreichen, was bedeutet, daß keine Leukämiezellen mehr nachweisbar sind und die normale Blutbildung vollständig wiederhergestellt ist. Wenn nur eine deutliche Reduzierung der Leukämiezellen erreicht wurde, diese aber noch nachweisbar sind, spricht man von einer Teilremission (partielle Remission).Auch wenn nach der Induktionstherapie mikroskopisch keine Leukämiezellen mehr nachweisbar sind, ist aus Studien bekannt, daß diese in geringer Zahl noch vorhanden sind und der Ausgangspunkt für Rückfälle sein können. Konsolidierungstherapie Die Konsolidierungstherapie dient einer weiteren Reduzierung der noch vorhandenen Leukämiezellen. Sie setzt sich meist aus zwei oder drei Chemotherapiephasen mit wechselnden Kombinationen von Zytostatika zusammen, die teilweise ambulant durchgeführt werden können.
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