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Was ist bei der Entscheidung über die Therapie zu berücksichtigen?

Die Behandlung einer ALL sollte nach Möglichkeit in einer Klinik durchgeführt werden, die über Erfahrung in der Behandlung von Leukämien - speziell der ALL - verfügt. Die Klinik muss Zugang zum neuesten Stand der Forschung haben und notwendige Spezialuntersuchungen durchführen können. Wegen der langwierigen Behandlung ist es andererseits hilfreich, wenn der Patient in Heimatnähe behandelt werden kann. Auch die Ausstattung der jeweiligen Station und der Zimmer ist von Bedeutung, wenn längere Krankenhausaufenthalte anstehen. Meistens muss mit der Therapie begonnen werden, sobald die Diagnose einer ALL gestellt wurde. Wenn die Ergebnisse aller Spezialuntersuchungen vorliegen, kann die Therapie genauer geplant werden und es ergeben sich erste Hinweise auf die Heilungschancen. Dabei werden die Merkmale der Leukämiezellen (Risikofaktoren), das Alter und der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten berücksichtigt. Da die Behandlung langwierig und belastend ist, sollten sich Patienten und deren Angehörige umfassend über den geplanten Ablauf informieren. Der behandelnde Arzt wird ausführlich mit dem Patienten sprechen und ihn über alle Behandlungsmöglichkeiten informieren. Unbehandelt verläuft die ALL innerhalb kurzer Zeit tödlich. Die meisten Patienten werden im Rahmen von Therapiestudien behandelt. Dadurch soll versucht werden, die Behandlung der ALL zu verbessern, da die neuesten Erkenntnisse der Wissenschaft berücksichtigt werden. Weitere Informationen über Therapiestudien finden sich auf den Internetseiten des Kompetenznetzwerks für akute und chronische Leukämien (www.kompetenznetz-leukaemie.de). In Deutschland beteiligen sich mehr als 100 Kliniken im ganzen Land an den Studien der deutschen Studiengruppe für die akute lymphatische Leukämie des Erwachsenen (GMALL-Studiengruppe). Kinder werden im Rahmen der pädiatrischen Therapiestudien für die ALL behandelt (BFM-Studiengruppe). Jugendliche im Alter von 15 bis 18 Jahren können in beiden Studiengruppen behandelt werden. Weitere Informationen zu den GMALL-Studien finden Sie ebenfalls auf den Internetseiten des Kompetenznetzwerks für akute und chronische Leukämien (www.kompetenznetz-leukaemie.de). 

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