[0] [1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18] [19] [20] [21] [22] [23] [24] [25] [26] [27] [28] [29] [30] [31] [32] [33] [34] [35] [36] [37] [38] [39] [40] [41] [42] [43] [44] [45] [46] [47] [48] [49] [50] [51] [52] [53] [54] [55] [56] [57] [58] [59] [60] [61] [62] [63] [64] [65] [66] [67] [68] [69] [70] [71] [72] [73] [74] [75] [76] [77] [78] [79] [80] [81] [82] [83] [84] [85] [86] [87] [88] [89] [90] [91] [92] [93] [94] [95] [96] [97] [98] [99] [100] [101] [102] [103] [104] [105] [106] [107] [108] [109] [110] [111] [112] [113] [114] [115] [116] [117] [118] [119] [120] |
||||
Gibt es Spätfolgen nach Ende der Therapie? Eine Chemo- oder Strahlentherapie kann Leben retten und die meisten Patienten mit Leukämie hätten ohne sie kaum Überlebenschancen. Leider gibt es in der Medizin kaum Wirkungen ohne Nebenwirkungen, und so können durch diese Medikamente auch Spätfolgen verursacht werden. Als Patient muss man daher verstehen, dass bei einer Behandlung immer das Risiko gegen den Nutzen abgewogen werden muss. Durch intensive Forschung ist es gelungen, viele Nebenwirkungen zu minimieren und so die Lebensqualität der Patienten langfristig zu verbessern. Zu den heute bekannten Spätfolgen gehören: Andere Tumoren/zweitkrebs Patienten, die eine Leukämie oder ein Lymphom das mit Chemo- bzw. Radiotherapie behandelt wurde überstanden haben, haben ein leicht erhöhtes Risiko, später an einer anderen Krebsform zu erkranken. Herzmuskelschwäche Ein Herzmuskelschaden kann nach einer hochdosierten Therapie mit Zytostatika (z.b. Doxorubicin, Daunorubicin, Idarubicin) auftreten. Auch Cyclophosphamid ist dafür bekannt, dass es Herzmuskelzellen schädigen kann. Schädigung der Fruchtbarkeit Die meisten Medikamente der Leukämietherapie üben schädigende Effekte auf Spermien und Eizellen aus. Zytostatika könnten sich auch schädlich auf ein ungeborenes Kind im Mutterleib auswirken. Aus diesem Grund soll während und nach der Chemotherapie eine sichere Methode zur Schwangerschaftsverhütung eingesetzt werden. Bei männlichen Patienten mit Kinderwunsch besteht vor Therapiebeginn die Möglichkeit, Spermien zu sammeln und einzufrieren. Der behandelnde Arzt sollte zu den vor Ort verfügbaren Möglichkeiten befragt werden. Allerdings lässt die Notwendigkeit eines raschen Therapiebeginns häufig keine Zeit dafür und andererseits erlangen Patienten, die eine reine Chemotherapie ohne Stammzelltransplantation durchlaufen häufig ihre Fruchtbarkeit wieder. |
||||

